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  Des Seilers Tochter
Video 15.10 Min
Meisterschülerprojekt Udk 2004
 
   
   

Von Entscheidungen, die das Leben erzwingt.

Eine der beschissenen Fragen auf die die Antwort gleichermaßen lautet: ja, nein, vieleicht.

Die Eile als Hilfestellung der Tat.

Das Umkreisen des fraglichen Gegenstandes, ein plötzliches Zupacken, weil die Kürze der Handlungszeit die Wahrscheinlichkeit einer Gelegenheit zur Rücknahme der Entscheidung verringert...
Zur Besinnung kommen... Oder Kurzschlusshandeln.

Das Wissen um die Endgültigkeit eines Entschlusses erst, wenn die Tat getan und der Gegenstand der Entscheidung einer möglichen Korrektur für immer entzogen ist, erst dann kann man sicher sein, totsicher, wie die Entscheidung gefallen ist. Jeder Moment davor, der die Gelegenheit zum Rückzug, zur Feigheit oder zum zur-Besinnung-kommen offenlässt ist undefiniert. Es gibt keine Aussage darüber, "wie nahe man dran war"... Der Moment einen Bruchteil davor steht dem noch nicht eimal die Idee dazu gehabt haben unendlich viel näher als der Augenblick der Idee der vollbrachten Tat.

Hier liegt das Interesse des Films: die Definition dieser Wasserscheide, das unendlich nahe Herankommen an diesen Grad und der Moment in dem er (und ob überhaupt) ueberschritten wird. Das Wissen um die finale Unumkehrbarkeit einee Entschlusses.

Sisyphos und welche Seite des Berges der Stein hinabrollt.

Des Seilers Tochter.

Die Frau/die Andere wird dargestellt von der Tänzerin Juschka Weigel.